CHINOISERIE

Künstlerisch beschäftigte ich mich sich seit 2008 mit chinesischer Alltagskultur. Mit meinen Arbeiten versuche ich, in den Hinterhof des chinesischen Aufstiegs zu blicken und den Alltag jenseits unserer Vorstellungen vom chinesischen Boom zu erfassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Sammeln als eine Art Bestandsaufnahme und persönliche Annäherung. Da bei spiegelt sich mein Interesse an Konstruktion und Improvisation wieder, da ich in Hauptprofession als Produkt-Designer tätig bin. Meine Fotografien sehe ich als urbane Stilleben. Fotografie nutze ich dokumentarisch und als persönliches Archiv. Für meine fotografischen Serien wählte ich bisher (vordergründig) schlichte Themen (die Garküche, der Wischmopp, das Fahrrad), aus denen sich komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge ablesen lassen. Für die Präsentation meiner Arbeiten bevorzuge ich nicht das gerahmte Foto oder Fotobuch, sondern Rauminstallation oder auch rückwärtsgewandte Medien wie etwa einem analogen Diavortrag.

2008 und 2010 reiste ich zum ersten mal nach Chengdu und Chongqing für eine fotografische Recherche zum Thema „Die Straße als Küche in Sichuan“, dabei ging es mir auch um Nutzung des öffentlichen und privaten Stadtraum. Aus diesen Fotografien resultierte das langfristige Projekt SMALL BUSINESS RECONSTRUCTED. Zum einen baute ich 30 Garküchen in Miniaturmodellen nach, zum Anderen rekonstruierte ich 2010 mit dem Künstler Thomas Wrobel eine komplette chinesische Garküchenstraße auf dem Leipziger Designfestival Designers’ Open und im Folgejahr auf der Mailänder Design Week.

SMALL BUSINESS RECONSTRUCTED

CLEANING IN PROGRESS

PLANKS ON BIKES

MALBUCH

Chinoserie